Klassische Homöopathie

Grundausbildung

Fachausbildungsleiterin: Kerstin Lückemeyer

Die Klassische Homöopathie gründet auf den Arbeiten von SAMUEL HAHNEMANN (1755-1843). Ihre Grundprinzipien sind: Ähnlichkeitsgesetz, Arzneimittelprüfung am Gesunden und  Arzneimittelpotenzierung. Die Verschreibung eines Einzelmittels erfolgt auf der Grundlage der charakteristischen, individuellen Symptome und bei chronischen Erkrankungen der gesamten Krankengeschichte.
Die Ausbildung gibt den TeilnehmerInnen ein pragmatisch ausgerichtetes Basiswissen an die Hand, welches sie in die Lage versetzt, PatientInnen mit akuten oder chronischen Leiden erfolgreich homöopathisch zu behandeln. Dies umfasst die Fallaufnahme, die Mittelfindung durch korrekte Hierarchisierung und Repertorisation von Symptomen und entsprechende Kenntnis von Arzneimittelbildern, sowie die Fähigkeit zur Beurteilung von Behandlungsverläufen.
Die Orientierung in der Fallbearbeitung erfolgt dabei vorwiegend anhand von klinischen Symptomen, ohne jedoch die Gemütssymptomatik zu vernachlässigen.

Der erste Teil der Ausbildung konzentriert sich auf die allgemeine Theorie der Klassischen Homöopathie und die homöopathische Behandlung akuter Krankheiten. Die TeilnehmerInnen lernen dabei „homöopathisch“, d. h. in Ähnlichkeiten zu denken. Parallel können erste eigene Akutfälle zur Darstellung und Besprechung in den Unterricht eingebracht werden.
Der zweite Teil der Ausbildung umfasst die homöopathische Behandlung chronischer Erkrankungen. Sie fußt auf der sogenannten Miasmenlehre, wie sie HAHNEMANN in seinem Werk „Die chronischen Krankheiten“ von 1830 dargelegt hat, sowie Ihrer Weiterentwicklung und ihrer Anpassung an die Erkenntnisse der modernen Medizin. Gemäß der Miasmenlehre liegt die eigentliche Ursache der vorliegenden Symptomatik der PatientIn in seiner persönlichen Krankheitsgeschichte sowie der Krankheitsgeschichte seiner Familie. HAHNEMANN nennt diese Ursache Miasma, in heutiges Denken übersetzt, bedeutet dies die in der Familiengeschichte begründete zugrundeliegenden Krankheitsidee der PatientIn. Sie muss in eine erfolgreiche Behandlung chronischer Erkrankungen einbezogen werden. Die homöopathische Behandlung nach dem Ähnlichkeitsprinzip wird so erweitert durch das Denken in kausalen Zusammenhängen innerhalb der Krankheitsgeschichte.

Begleitend vermittelt die Ausbildung darüber hinaus elementare psychologische Werkzeuge, die helfen, Behandlungsverläufe und Patientenbeziehungen besser zu verstehen und einzuordnen und eine gute Anamnese zu erheben.
Die ausführliche, praktische Einübung aller für eine gelungene homöopathische Behandlung nötigen Schritte anhand von Fallbeispielen ist wesentlicher Bestandteil der Ausbildung.
Die letzten Wochen der Ausbildung bieten für Jede/n die Begleitung eines ersten eigenen chronischen Falls, d. h. der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer Erstanamnese, sowie der Verlaufskontrollen. So kann jede TeilnehmerIn bis zu neunmal zeitnah miterleben, wie der Beginn einer Behandlung abläuft und sich durch Mitfragen und Mitdenken daran beteiligen.

Ein eigens für die Ausbildung eingerichtetes ­­­­Internetf­orum bietet die Gelegenheit, sich über den gesamten Ausbildungszeitraum auch zwischen den Unterrichtsterminen mit der Dozentin bzw. unter den TeilnehmerInnen und mit ehemaligen TeilnehmerInnen auszutauschen. Des Weiteren werden über das Forum Hausaufgaben und Material gestellt, sodass zwischen den Terminen ausreichend Gelegenheit besteht, die in der Ausbildung dargestellte Theorie und Praxis der Homöopathie zu vertiefen und auszuarbeiten.
Den TeilnehmerInnen wird ein Ordner mit einem ausführlichen Lern- und Arbeitsskript zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus entstehen noch Kosten in Höhe von ca. 200 Euro für zwei kombinierte Bücher aus Arzneimittellehre und Repertorium und ein kleines hochwertiges Repertorium. Näheres dazu wird den TeilnehmerInnen nach der Anmeldung in ihrer Gruppe im Forum mitgeteilt.

Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf max. 8 begrenzt.

Die  Ausbildung umfasst 50 Donnerstage mit 5 Unterrichtsstunden à 45 Minuten, sie hat insgesamt 250 Unterrichtsstunden. Sie findet vierzehntägig donnerstags in der Zeit von 17:00 Uhr bis 21:15 Uhr statt.

Termine und Lehrplan (PDF)
Aktuell läuft ein Kurs am Montag Vormittag. Bei Interesse ist es möglich dort zu hospitieren.

Beginn: Donnerstag, den 06. Februar 2020
Kosten: Bei Einmalzahlung und Anmeldung bis

  • Montag, den 11.11.2019 sind 2511,– €  zu zahlen
  • Montag, den 23.12.2019 sind 2650,50 €  zu zahlen
  • danach werden 2790,– €  fällig.

Bei monatlicher Zahlungsweise in 28 monatlichen Raten bei Anmeldung bis

  • Montag, den 11.11.2019 sind 2605,20 € in 28 Raten à 85,90€ (plus Anzahlung) zu zahlen
  • Montag, den 23.12.2019 sind 2756,40 € in 28 Raten à 91,30€ (plus Anzahlung) zu zahlen
  • danach werden 2899,20 € in 28 Raten à 96,40 € (plus Anzahlung) fällig.
Anzahlung: 200,– € (fällig bei Anmeldung)
Stichtag: Donnerstag, 23.01.2020 (Anmeldung)

 

 

„Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung un­d aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.“

Ein Prämiengutschein kann ab sofort für sämtliche Veranstaltungen der Schule – auch solche mit Kosten über 1.000,– € – beantragt und für mehrere Weiterbildungen („Kursbündel“) genutzt werden.

Kurzinfo zur Bildungsprämie: Die Höhe der Förderung beträgt 50 % der Veranstaltungsgebühren, maximal jedoch 500,– €.
Voraussetzungen: Der Prämiengutschein richtet sich an Personen, die mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind oder sich in Eltern- oder Pflegezeit befinden und über ein zu versteuerndes Einkommen von maximal 20.000 € (als gemeinsam Veranlagte 40.000 €) verfügen. Sie können pro Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten.
Homepage: www.bildungspraemie.de/index.php

Ergänzende Stichwörter: Homöopathieschule, Homöopathik, homöopathische Arzneimittel, Arzneimittelverreibung, Hahnemann, Fachausbildung, Fachfortbildung, Fortbildung, Weiterbildung