Semiotik

Referent: Dr. phil. Jens Ahlbrecht

Semiotik, die ärztliche Zeichenlehre, bezeichnet seit der Antike die Kunst, aus Krankheitszeichen Rückschlüsse auf die Lokalisation (betroffenes Organ bzw. Gewebe) sowie auf die Art des pathologischen Prozesses zu ziehen. Hierzu werden sowohl objektive, d.h. vom Behandelnden beobachtete, als auch subjektive, d.h. vom Kranken berichtete Symptome verwendet. Grundlage des semiotischen Wissens von der Bedeutung einzelner Krankheitszeichen ist das über Jahrhunderte durch exakte Beobachtung von Krankheitsprozessen und –verläufen gesammelte medizinische Erfahrungswissen. Auf Hippokrates zurückgehend und im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert, erlebte die Semiotik ihre letzte und zugleich größte Blütezeit im 19. Jahrhundert, als die an den Kranken gemachten Beobachtungen zudem post mortem durch Sektionsergebnisse validiert werden konnten.

Dokumentiert wurde das semiotische Wissen in einer Vielzahl von Publikationen und Lehrwerken, von denen die wichtigsten in den letzten Jahren wieder zugänglich gemacht wurden (Sprengel, Albers, Suckow, Küttner).

Indem die Semiotik – und dies gilt ungebrochen auch im 21. Jahrhundert – eine sichere Diagnose jenseits der mit unverbindlichen Diagnosebezeichnungen belegten Syndrome der heutigen Lehrmedizin gestattet, trägt sie maßgeblich zur Erkenntnis der anatomischen Wirksphäre (betroffenes Gewebe, Art des pathologischen Prozesses) bei und ist deshalb völlig unabhängig von der jeweiligen Therapieform für jede BehandlerIn von allergrößtem Nutzen.

Wir bieten für dieses Thema zwei aufeinander aufbauende Veranstaltungen:

Es ist geplant, die Veranstaltungen regelmäßig stattfinden zu lassen.

 

„Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung un­d aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.“

Ein Prämiengutschein kann ab sofort für sämtliche Veranstaltungen der Schule – auch solche mit Kosten über 1.000,– € – beantragt und für mehrere Weiterbildungen („Kursbündel“) genutzt werden.

Kurzinfo zur Bildungsprämie: Die Höhe der Förderung beträgt 50 % der Veranstaltungsgebühren, maximal jedoch 500,– €.
Voraussetzungen: Der Prämiengutschein richtet sich an Personen, die mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind oder sich in Eltern- oder Pflegezeit befinden und über ein zu versteuerndes Einkommen von maximal 20.000 € (als gemeinsam Veranlagte 40.000 €) verfügen. Sie können pro Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten.
Homepage: www.bildungspraemie.de/index.php