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Berufsbild: „HeilpraktikerIn“

Als Heilpraktikerin bin ich zuhause in zwei Welten. Auch nach der Prüfung bin ich der schulmedizinischen Idee von Krankheit und Gesundheit verpflichtet und muss immer überlegen, ob hinter den Symptomen meiner PatientInnen etwas gefährliches stecken könnte. Ich muss die Schulmedizin verstehen und auf meine PateintInnen anwenden können. Außerdem erwarten PatientInnen von mir als Heilpraktikerin, dass ich eine Vermittlungsstelle zwischen ihrem Arzt und ihnen bin.

In meiner zweiten Welt geht es um die

Anregung der ­Selbstheilungskräfte und ganzheitliche Betrachtung

Haben Sie schon einmal etwas vom „inneren Arzt“ gehört? Damit ist nichts anderes gemeint, als dass jeder Mensch von Natur aus über ein gehöriges Maß an Selbstheilungskräften verfügt. Werden diese Kräfte bei einer Krankheit aktiviert, kann die Genesung von innen heraus geschehen. Durch eine Lebensweise, welche diese körpereigenen Kräfte stärkt, kann manche Krankheit von vornherein vermieden werden.
Eine alte medizinische Weisheit bringt dieses Prinzip exakt auf den Punkt: Medicus curat, natura sanat – der Arzt behandelt, die Natur heilt.
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Wir lehren an unserer Schule ­ein heilkundliches Wissen, das Sie befähigt, Krankheiten in diesem Sinne zu therapieren und den Menschen dabei ganzheitlich zu betrachten – mit Körper, Geist und Seele, in seinem persönlichen Umfeld und im Rahmen der ganz individuellen Lebensgeschichte.

Dieses Spannungsfeld zwischen schulmedizinischem und naturheilkundlichen Wissens und Denkens ist eine der großen Attraktionen des Berufs.

Was ist denn nun eigentlich genau Naturheilkunde