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Achtsamkeit

"Achtsamkeit - ein Kurs zur Förderung von Entspannung"
Grundausbildung zum Achtsamkeitstrainer- und kursleiterin


Ausbildungsleiter: Jörg Dierkes

Das Kurskonzept "Achtsamkeit - ein Kurs zur Förderung von Entspannung" ist zertifiziert durch die "Zentrale Prüfstelle Prävention" der gesetzlichen Krankenkassen (Präventionsprinzip: Förderung von Entspannung - Palliativ-regeneratives Stressmanagement) und kann von den AusbildungsteilnehmerInnen nach Ausbildung bei entsprechender Grund- und Zusatzqualifikation (Anbieterqualifikation, s. unten) als von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusster Kurs angeboten werden.
Die TeilnehmerInnen erhalten am Ende der Ausbildung vom Medizinischen Forschungszentrum (MFZ) in Hannover ein Zertifikat.

Generell geht es jedoch zunächst darum, sich selbst durch Achtsamkeit in einen entspannten, konstruktiven und kreativen Zustand führen zu können.

Achtsamkeitstraining hat seinen Ursprung in verschiedenen östlichen Heil- und Meditationstraditionen. Seit ungefähr 40 Jahren wird es auch im Westen verstärkt praktiziert. In den letzten Jahren wurden besonders viele wissenschaftliche Studien durchgeführt, welche die vielzähligen positiven Wirkungen von Achtsamkeit auf Körper, Emotionen und das Gehirn erfolgreich belegten.
Achtsamkeit bedeutet zum einen ganz im "Hier und Jetzt" und bei "sich selbst" sein zu können, zum anderen Stress gekonnt reduzieren zu können.
In der Ausbildung soll es erst einmal darum gehen, viele Praktiken der Achtsamkeit zu erfahren und für sich selbst zu üben.

Generelle Inhalte:
• Sitzmeditation, Gehmeditation, Tiefenentspannung mit verschiedenen Inhalten
• achtsame Imaginationsübung zur individuellen und alternativen Schmerzbehandlung
• Entspannungsfähigkeit stärken
• Partner- und Gruppenübungen
• selbstständiges Anleiten von Achtsamkeitsübungen
• Achtsamkeit im Alltag, Familie und Beruf praktizieren
• Umgang mit schwierigen Emotionen
• Stand der wissenschaftlichen Forschung in dem Gebiet

Die Ausbildung besteht aus insgesamt 7 Tagen mit verschiedenen Schwerpunkten:

Achtsamkeit Grundlagen (2 Tage)
Überblick über die Praxis, die Historie und wichtige Grundlagen der Achtsamkeitspraxis. Das Ziel dieses und aller folgenden Kurse ist es, die Achtsamkeitsübungen ganz konkret im eigenen Leben zu nutzen, um mehr Gesundheit, Freude, Fähigkeiten anderen Menschen zu helfen, Selbstheilungskapazitäten, Kreativität und Klarheit zu erfahren.

Achtsamer Umgang mit Stress (2 Tage)
Neurobiologische Grundlagen und Studienergebnisse der psychologischen, als auch Hirnforschung werden dargestellt. Dabei wird auf eine stark Praxisbezogenheit geachtet, so dass die Teilnehmer das theoretische Wissen direkt durch Übungen erfahren wird. Die Motivation zum Üben kann durch die vielen positiven Forschungsbefunde gesteigert werden kann. Wissenschaftliche Ergebnisse als eine Art „Produktinfo“.
Im Umgang mit Stress werden den Teilnehmern einige spezifische, einfache und wirksame Übungen vermittelt, welche sie zunächst für sich selbst, als auch in Beratungs- Coachings- oder therapeutischen Kontexten einsetzen könnten.
Da eine große Anzahl von Menschen heutzutage an psychischen Phänomen wie Angst, Depression und Burn Out leiden, welche sich oft auch auf somatisch Ebene in Form von Muskelverspannungen oder Atem- und Rückenproblem äußern, wird darauf eingegangen wie Achtsamkeit in diesen Fällen unterstützend zur Symptomreduktion eingesetzt werden kann.

Achtsame Kommunikation (1 Tag)
Fokus hier: wie Kommunikation so eingesetzt werden kann, dass Lösungen und Harmonie entstehen können anstatt Konflikte und Probleme. Wörter und Sprache haben einen erheblichen Einfluss auf das innere Erleben und können dementsprechend Hoffnung und Heilung oder auch Skepsis und Symptomstabilisierung erzeugen . Diese wichtigen Auswirkungen von Sprachmustern wird oft stark vernachlässigt und ist vielen gar nicht bewusst. In diesem Kurs werden die Teilnehmer neue Möglichkeiten der achtsamen Sprachnutzung kennen lernen zum einen konstruktiveren Kommunikationsfluss mit sich selbst, als auch anderen Personen.

Stundenbilder (1 Tag)
In diesem Modul wird anhand von Stundenbildern vermittelt, auf welche Art und Weise ein Kurs oder Seminar so aufgebaut werden kann, dass die Teilnehmer eine gute Mischung aus Theorie und Praxis erhalten. Es soll die Frage beantwortet werden, wie ein Kurs so aufgebaut werden kann, dass die Teilnehmer sich „abgeholt“ und zufrieden fühlen und die Motivation gesteigert wird, weiter zu üben oder den Kurs zu besuchen.

Methodik/ Didaktik (1 Tag)
Hier geht es darum, die Fähigkeiten und Skills der Teilnehmer in der Rolle des Achtsamkeitstrainers zu trainieren im Hinblick auf Methodik und Didaktik, als auch den eigenen „Lehrstil“ mehr zu finden und zu verkörpern. Außerdem wird darauf eingegangen, wie eine Gruppe durch den Trainer immer wieder aktiv in die Stunden einbezogen werden kann. Es werden verschiedene didaktische Möglichkeiten angeboten, welche einen Kurs für Teilnehmer möglichst abwechslungsreich und interessant machen können.

Die Ausbildung beginnt am Freitag, den 11.05.2018 und findet an 7 Tagen (2 Wochenenden und 2 Donnerstage) statt. Sie umfasst 65 Unterrichtsstunden à 45 Minuten.

Die Termine im Überblick:

Wochenende-Block     Freitag, 11.05., Samstag, 12.05. und Sonntag, 13.05.2018
Wochenende   Samstag, 30.06., Sonntag, 31.06.2018
Wochentag  Donnerstag, 09.08.2018       
Wochentag Donnerstag, 23.08.2018     

Die Unterrichtszeiten sind an allen Tagen von 9.00–17.30 Uhr!

Kosten: Gesamtpreis bei Vorauszahlung: 855,-- € bei Frühbuchung bis 27.03.2018 (E), danach 900,-- €
  Gesamtpreis bei monatlicher Zahlung: 887,60 € bei Frühbuchung bis 27.03.2018 (ME), danach 934,-- €
Anzahlung plus 4 monatliche Zahlungen à 194,40 € bei Frühbuchung (ME) bzw. 206,-- €

Anzahlung
:

110,-- € (fällig bei Anmeldung)

Stichtag:

Freitag, 27.04.2018 (Anmeldung)


"Anbieterqualifikation: Zur Durchführung der Entspannungstrainings PR und AT kommen zusätzlich zu den für multimodale Stressbewältigungstrainings geeigneten Anbieterinnen und Anbietern (s. Präventionsprinzip Förderung von Stressbewältigungskompetenzen, s. unten) auch Fachkräfte mit insbesondere den nachstehenden Qualifikationen in Be-tracht:
• Sportwissenschaftler/in (Abschlüsse: Diplom, Staatsexamen, Magister, Master, Bachelor)
• Sport- und Gymnastiklehrer/in
• Physiotherapeut/in, Krankengymnast/in
• Ergotherapeut/in
• Erzieher/in
• Gesundheitspädagogin/Gesundheitspädagoge (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
• Heilpädagogin/Heilpädagoge
mit Zusatzqualifikation im Bereich Entspannung (Nachweis einer entsprechenden Qualifikation als Trainingsleiterin/Trainingsleiter im jeweiligen Verfahren im Umfang von mindestens 32 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten in Präsenzunterricht)."

"Zur Durchführung von multimodalen Stressbewältigungstrainings kommen Fachkräfte aus dem Bereich der psychosozialen Gesundheit in Betracht, die über einen staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss verfügen, insbesondere:
• Psychologin/Psychologe (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
• Pädagogin/Pädagogen (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor, Staatsexamen)
• Sozialpädagogin/Sozialpädagoge sowie Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
• Sozialwissenschaftler/in (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor)
• Gesundheitswissenschaftler/in (Abschlüsse: Diplom, Magister, Master, Bachelor) sowie
• Ärztin/Arzt
• mit Zusatzqualifikation im Bereich Stressmanagement (Einweisung in das durchzuführende Stressbewältigungsprogramm)."

Quelle: Leistungen zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention nach § 20 Abs. 4 Nr. 1 SGB V aus dem Leitfaden Prävention Handlungsfelder und Kriterien des GKV-Spitzenverbandes zur Umsetzung der §§ 20, 20a und 20b SGB V vom 21. Juni 2000 in der Fassung vom 9. Januar 2017



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